Zum Tod von Herbert Fröhlich

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Würzburg trauert um Herbert Fröhlich, der nach kurzer schwerer Erkrankung am 21. Dezember 2021 im Alter von 69 Jahren verstorben ist.

Foto: Günther Rieke

1979 wurde Herbert Fröhlich offiziell als Diplompädagoge in der Erziehungsberatungsstelle des SkF Würzburg eingestellt. Stundenweise hatte er bereits seit 1976 beim Träger gearbeitet. Nach 41 engagierten Berufsjahren im SkF verabschiedete er sich 2017 in den wohlverdienten Ruhestand.
Nach seinem Beginn in der Erziehungs- und Familienberatung absolvierte Herbert Fröhlich die Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten. Seine therapeutische Qualifikation ließ er nicht nur in seine Tätigkeit in der Erziehungsberatungsstelle einfließen; er war darüber hinaus auch in der Ausbildung von Heilpädagog:innen in der trägereigenen Fachakademie für Heilpädagogik Heilpädagogisches Seminar im SkF, als Supervisor der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (BKE) und der Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM) tätig.

1993 übernahm Fröhlich die Leitung des Psychotherapeutischen Beratungsdiensts im SkF und entwickelte die Erziehungs- und Familienberatung sowohl SkF-intern alsauch in der Zusammenarbeit mit den Jugendämtern der Stadt und des Landkreises Würzburg, unter anderem in der Funktion als Mitglied des Jugendhilfeausschusses, weiter. In einer Erweiterung seiner Leitungsfunktion übernahm er 2010 die Leitung eines der beiden Jugendhilfebereiche innerhalb des SkF und trug so für fünf weitere Fachdienste und Einrichtungen die Verantwortung.

Das berufliche Wirken von Herbert Fröhlich ging weit über seine Tätigkeit im SkF hinaus. Sein Herzensthema, die Beratungsarbeit mit und für junge Menschen und deren Familien, vertrat er verbands- und sozialpolitisch in seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Erziehungsberatung in Bayern – hier 11 Jahre als stellvertretender Vorsitzender, in der Mitarbeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung, als Vorstandsmitglied und langjähriger Leiter des Fachforums des Landesverbandes katholischer Einrichtungen und Dienste und in seiner Mitarbeit im Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe. Seine fachlich wissenschaftlichen Impulse fanden auch Eingang in der Mitausrichtung der Würzburger Fachtagung, die seit über 20 Jahren an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie durchgeführt wird.

Herbert Fröhlich war geschätzt wegen seiner Expertise, wegen seiner wohlwollend kritischen Haltung, wegen seiner Klarheit und wegen seines Engagements. Er war aber auch geschätzt wegen seines großen Herzens, seiner menschennahen Art, seinem Humor und seiner Fähigkeit, das Leben zu genießen. Letzteres führte ihn nach seinem Renteneintritt an seinen Wunschort für den Lebensabend – einem kleinen Ort in der Provence. Diesen Traum konnte er nur wenig mehr als vier Jahre leben. Aber er hat ihn intensiv gelebt – so wie sein ganzes Leben. Der SkF und viele Kolleg:innen über den SkF hinaus blicken dankbar auf die Möglichkeit, Herbert Fröhlich begegnet zu sein und trauern um einen außergewöhnlichen Menschen.

Traueranzeige zum Tod von Herbert Fröhlich

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