5. Mai | Familien beraten und stärken in Zeiten von Corona

Der Psychotherapeutische Beratungsdienst | PTB im SkF informiert über Änderungen in der Beratungsarbeit ab dem 4. Mai

Zeichnung von Annette Walter, Diplom-Psychologin im PtB im SkF

Alle Familien, nicht nur in Deutschland, sitzen in der Coronazeit  im selben Boot. Als Berater*innen im Psychotherapeutischen Beratungsdienst im SkF erfuhren wir, im Laufe der ersten Wochen in unseren Telefonaten und Videogesprächen, wie Angst und Fassungslosigkeit, aber auch große Kraft und Kreativität den Alltag der Familien prägten. Ohne die Hilfe und Unterstützung von Großeltern und Freunden, von Kindergarten und Schule mussten Eltern Arbeit, Kinderbetreuung und Homeschooling meistern. Ungeduld und Auflehnung  wurden spürbar, als allen klar wurde, dass die Rückkehr zur gewohnten Normalität auf sich warten lassen würde.
Existentielle Fragen
Während zu Beginn die Angst vor dem Virus und das Bedürfnis sich und die anderen zu schützen im Vordergrund standen, richtet sich der Blick der Eltern jetzt in die Zukunft. Viele existentielle Fragen beschäftigen sie: Ist ihr  Job sicher? Wie sollen sie Familie und Beruf stemmen, wenn die Kinder weiterhin nur teilweise KiTas und Schulen besuchen können? Was ist mit den Kindern, die mit einer Ausbildung gerade ins Leben starten oder eine Arbeit suchen? Wie wirkt sich die latente Sorge auf Ansteckung auf unsere Kontakte mit Verwandten und Freunden aus? Kann man lernen, ohne Berührung und Nähe auszukommen?
In unseren vielen täglichen Beratungsgesprächen ist seit dem Beginn der Coronakrise eine besondere Offenheit und Verbundenheit zu spüren. Eltern wissen, dass solange der Virus nicht kontrollierbar ist, sie ihr Familienleben neu gestalten müssen.
Neue Wege in der Beratungsarbeit
Neue Wege muss jetzt auch die Beratungsarbeit bestreiten. Über viele Wochen wurden Familien telefonisch und über Video begleitet, neue Familien gar kennengelernt. Das, was zunächst eine vorübergehende Notlösung sein sollte, hat sich überraschenderweise als sehr hilfreich erwiesen. Die vielen positiven Rückmeldungen und der Wunsch nach weiteren Telefonberatungen haben es eindeutig gezeigt. Ermutigt durch das Ergebnis dieser ersten Wochen, haben wir nun unser Konzept weiter den neuen Notwendigkeiten angepasst. Dabei bleibt die Gesundheit der Familien absolute Priorität.
Ab 4. Mai persönliche Beratungen wieder möglich
Eltern können sich seit dem 4. Mai für eine telefonische-, bzw. Videoberatung oder eine persönliche Beratung in der Beratungsstelle entscheiden. Die persönliche Beratung erfolgt unter Einhaltung besonderer Schutzvorkehrungen. Wenn sich auch vieles gerade verändert, Familienberatung tut es nicht: sie will weiterhin Eltern in ihrem Erziehungsalltag begleiten und unterstützen. Ganz besonders jetzt ist das Ziel, Orientierung und Sicherheit zu geben, damit Eltern und ihre Kinder diese Krise gut überstehen.
Zur Entlastung, Klärung von Fragen und Unterstützung stehen die Fachkräfte in den Erziehungsberatungsstellen zur Verfügung.
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